Poolroboter auswintern: Der 5-Punkte-Check, bevor die Saison startet
Der Winterschlaf ist vorbei! Doch Standzeiten von vier bis sechs Monaten gehen an keinem technischen Gerät spurlos vorbei. Kunststoffe können spröde werden, Kalk kann festtrocknen und kleine Untermieter (Spinnen oder Staub) können mechanische Teile blockieren.
Gehe diese fünf Punkte durch, um sicherzustellen, dass dein Dolphin, Zodiac oder BWT Roboter bereit für die erste Reinigungsschlacht ist.
Saisonstart 2026: Gönn deinem Roboter 10 Minuten Aufmerksamkeit, bevor er die Arbeit übernimmt.
1. Die Sichtprüfung: Sind die „Schuhe“ noch griffig?
Prüfe zuerst alle beweglichen Außenteile. Über die Wintermonate verflüchtigen sich Weichmacher aus dem Kunststoff, besonders wenn das Gerät zu kalt gelagert wurde.
- Raupenbänder & Antriebsriemen: Ziehe leicht an den Gummibändern. Sind sie rissig oder leiern sie aus? Wenn die Spannung fehlt, rutscht der Roboter an der Wand ab.
- Bürsten: Sind die Lamellen oder der Schaumstoff noch flexibel? Eingetrocknete Algenreste vom Vorjahr können Bürsten steinhart machen.
- Gehäuse: Checke die Einlassklappen an der Unterseite. Bewegen sie sich leichtgängig oder klemmt die Feder?
Ersatzteil-Tipp: Falls die Bänder porös sind, findest du hier neue Antriebsriemen und Raupenbänder. Warte nicht, bis sie im Wasser reißen!
Maytronics
Maytronics Zahnriemen für Dolphin E- und Liberty-Serie

2. Der Impeller-Check: Das Herzstück befreien
Der Impeller (der kleine Propeller oben im Gerät) ist für den Sog verantwortlich. Wenn sich hier über den Winter etwas verfangen hat oder festgekalkt ist, raucht der Motor beim ersten Einschalten im schlimmsten Fall durch.
- Drehtest: Greife vorsichtig (bei gezogenem Netzstecker!) durch das Schutzgitter und versuche, den Impeller mit einem Finger zu drehen. Er sollte sich ohne Widerstand bewegen lassen.
- Blockaden: Entferne Tannennadeln, Blätter oder Spinnweben, die sich im Gehäuse eingenistet haben könnten.
Maytronics
Original Maytronics Impellermotor / Pumpenmotor für Dolphin E, S-Serie & Liberty

3. Kabel & Kontakte: Korrosion verhindern
Feuchtigkeit im Keller führt oft zu unschöner Korrosion an den Steckverbindungen.
- Stecker-Check: Schau dir die Pins am Stecker des Roboters und die Buchse am Netzteil genau an. Siehst du grünliche oder weißliche Ablagerungen? Das ist Korrosion, die den Stromfluss behindert und die Elektronik grillen kann.
- Kabel-Drall: Lege das Kabel einmal komplett in der Sonne aus. Das macht das Material geschmeidig und du kannst Knicke (die später zu Kabelbruch führen) leichter ausstreichen.
4. Filter-Check: Bereit für den Frühjahrs-Pollenflug?
Der erste Einsatz im Frühling ist die härteste Zeit für den Filter. Pollen und feiner Staub setzen herkömmliche Filterkörbe in Minuten zu.
- Lochprüfung: Halte den Filter gegen das Licht. Jedes noch so kleine Loch lässt Schmutz direkt in das Innere des Roboters und beschädigt langfristig die Lager.
- Verkalkung: Fühlt sich das Netz hart und rau an? Dann sitzen die Poren voll Kalk. Ein Bad in einer leichten Essiglösung kann Wunder wirken.
Filtertyp |
Ideal für... |
Empfehlung für März / April |
|---|---|---|
Grob |
Blätter / Insekten |
Nur für die erste grobe Reinigung nach dem Winter |
Ultra-Fein Korb |
Pollen & Saharastaub |
Absolut notwendig für klares Wasser im Frühling |
5. Der „Trocken-Lauf“ & der erste Tauchgang
Bevor du den Roboter im Pool versenkst, mache einen kurzen Funktionstest an Land (aber wirklich nur kurz, da die Motoren Wasser zur Kühlung brauchen!).
- Schließe das Netzteil an und starte den Roboter für maximal 5 Sekunden. Drehen sich die Bürsten? Läuft der Impeller an? Wenn ja: Sofort wieder aus.
- Setze den Roboter ins Wasser und lass ihn vollständig absinken, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
- Starte das Programm und beobachte die ersten 5 Minuten. Klettert er die Wand hoch?
Fazit: Vorsorge spart hunderte Euro
Ein Poolroboter ist eine Investition. Wer ihn im Frühling blindlings startet, riskiert Folgeschäden am Motor durch Blockaden oder Kurzschlüsse durch korrodierte Stecker. Nimm dir die 10 Minuten Zeit für unseren 5-Punkte-Check – dein Roboter (und dein Geldbeutel) werden es dir danken.