Pool überwintern: In 6 Schritten winterfest machen
Um Ihren Pool optimal auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten und teure Frostschäden sowie Beschädigungen an der Plane zu vermeiden, sollten Sie die Einwinterung sorgfältig planen. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung kommt Ihr Becken sicher durch den Winter.
1. Der richtige Zeitpunkt: Wassertemperatur prüfen
Beginnen Sie mit der Einwinterung erst, wenn die Wassertemperatur dauerhaft unter 10 °C fällt. Bei höheren Temperaturen vermehren sich Algen schneller und das Wasser kann trotz Abdeckung umkippen.
2. Wasserwerte anpassen & Wasserstand absenken
Reinigen Sie den Pool gründlich und stellen Sie den pH-Wert ideal auf 7,0 bis 7,4 ein. Senken Sie den Wasserstand anschließend um mindestens 20 cm unter die Skimmer und Einlaufdüsen ab. So verhindern Sie, dass gefrierendes Wasser in die Einbauteile steigt und diese beschädigt.
3. Leitungen & Filteranlage vollständig entleeren
Entfernen Sie sämtliches Restwasser aus der Filteranlage, der Pumpe und den Rohren. Nutzen Sie dafür die Entleerungsschrauben oder eine Entleerungspumpe.
- Tipp: Lagern Sie die Poolpumpe und empfindliche Einbauteile über den Winter an einem frostfreien Ort.
4. Wintermittel zugeben
Geben Sie ein passendes Wintermittel (Winterkonservierer) gemäß Dosierungsanweisung direkt ins Wasser. Es wirkt kalk- und algenverhütend und erleichtert die Poolreinigung im Frühjahr erheblich. (Hinweis: Wintermittel ist kein Frostschutzmittel!)
5. Eisdruckpolster einsetzen
Legen Sie Eisdruckpolster diagonal oder kreuzweise auf die Wasseroberfläche. Die teils mit Sand gefüllten Polster schwimmen im Wasser, fangen den Druck der sich bildenden Eisschicht ab und verhindern, dass das Eis direkt auf die Poolwände einwirkt.
6. Poolkissen platzieren & Pool sturmfest abdecken
Ein häufiges Problem im Winter sind schwere Wasser- und Schneesäcke auf der Abdeckplane, die das Material beschädigen oder zum Durchhängen bringen können. Hier schaffen Pool-Luftkissen Abhilfe.
Warum ein Pool-Luftkissen im Winter unverzichtbar ist:
- Keine Wasseransammlungen: Unter der Plane platziert, bilden die Kissen eine Wölbung (Kuppelform). Regen-, Schnee- und Schmelzwasser laufen kontrolliert ab.
- Schutz vor Festfrieren: Da die Abdeckung nicht mehr flach auf dem Wasser aufliegt, friert sie am Beckenrand nicht fest. Das Abnehmen im Frühjahr gelingt mühelos.
- Schonung der Plane: Der Druck von Lasten wird abgefangen, was die Lebensdauer der Abdeckplane spürbar verlängert.
- Einfache Handhabung: Kissen aufblasen, mit den integrierten Ösen untereinander verbinden, auf der Wasseroberfläche platzieren und die Plane darüberlegen. Im Frühjahr werden sie einfach entleert, gereinigt und platzsparend verstaut.
Wie viele Poolkissen benötige ich für meinen Pool?
Für einen optimalen Ablauf muss die Wasseroberfläche flächendeckend mit Kissen ausgelegt werden. Unsere Poolkissen (Größe aufgeblasen: ca. 0,93 × 0,93 m / Höhe: 50–55 cm) lassen sich flexibel miteinander kombinieren.
Rundpools (Orientierung nach Durchmesser)
- Ø 3,0 m: ca. 4–5 Kissen
- Ø 3,5 m: ca. 5 Kissen
- Ø 4,0 m / 4,5 m: ca. 5–6 Kissen
- Ø 5,0 m: ca. 8–9 Kissen
- Ø 6,0 m: ca. 14–15 Kissen
- Ø 7,0 m: ca. 16–17 Kissen
Rechteckpools (Anordnung in Reihen)
- 4 × 8 m: ca. 18–20 Kissen
- 5 × 10 m: ca. 30–32 Kissen
Sonderformen (Oval, Kidney, L-Form)
Bei individuellen Beckenformen berechnen Sie die Gesamtfläche (m²) und teilen diese durch die Abdeckfläche eines Kissens (ca. 1,48 m² im flachen Zustand).
- Beispiel: 20m² Poolfläche / 1,48 m² = ca. 13 Poolkissen.
Platzieren Sie die Kissen in verwinkelten Bereichen leicht versetzt, um die Wölbung optimal aufzubauen.
